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Papenburg

3 Tipps für Euren Zwischenstopp in Papenburg

Ja, es fällt wohl manch einem gar nicht leicht auf dem Weg in den Urlaub an der Nordsee noch einen Zwischenstopp so kurz vor der Küste einzulegen, aber ein Tag in Papenburg lohnt sich unbedingt.

Venedig des Nordens wird es genannt, wegen seiner zahlreichen Binnenkanäle von insgesamt 40 km. Früher transportieren kleine Schiffe darauf Torf aus den umliegenden Mooren, heute ist Papenburg vielmehr für die richtig großen Schiffe bekannt, die in der Meyer Werft gebaut werden.

Selbst wenn Ihr wenig Zeit habt diese 3 Dinge lohnen sich unbedingt:

Spaziergang am Hauptkanal

Der Papenburger Hauptkanal ist eine wunderbare Flaniermeile die sich vom Bahnhof bis zum Rathaus von Papenburg zieht. Weiß getünchte Brücken verbinden alle paar Meter die beiden Uferseiten und es ist ein Vergnügen den Kanal einmal auf und ab zu laufen. Beiderseits findet man nette Cafés und Restaurants sowie hübsche Ladengeschäfte.

Hübsche Infostelen mit Bullaugen zeugen vom maritimen Charakter dieser Stadt, dabei ist es bis zur Emsmündung in die Nordsee noch gut 50 km. Kurz nach dem Bahnhof kommt man am Gelände der Alten Werft Papenburg vorbei, aus der die heutige Meyer Werft hervorging und in der sich heute ein Veranstaltungszentrum befindet, in dem Musicals, Konzerte, Theateraufführungen stattfinden. Im weiteren Verlauf des Hauptkanals passiert man Meyers Mühle und die schöne Nikolaikirche bis man schließlich zum prachtvollen Papenburger Rathaus kommt, das vis a vis der St. Antonius Kirche liegt.

An den einzelnen Stelen erfährt man ausführliches zur jeweiligen Station, man darf sich also gerne Zeit nehmen und sollte sich unbedingt noch einen Café oder gleich ein leckeres Fischgericht in einen der vielen Restaurants gönnen und einfach die Leute auf der Straße beobachten. Schnell wird einem die sehr offene und freundliche Art der entspannten Emsländer auffallen und nicht nur einmal wird man sich ertappen, etwas länger verweilen zu wollen. Vor dem nächsten Nordseeurlaub bestimmt, denn Papenburg ist einfach zu entzückend.

Schiffsmuseum

Wer den Hauptkanal entlang läuft, der findet zugleich einen Großteil der 6 Museumsschiffe des Papenburger Schiffsmuseums im Kanal. In der Nähe der Alten Werft liegt die Gesine von Papenburg, das einzige noch fahrttüchtige Schiff, das auch gechartert werden kann. Das größte und schönste Schiff ist die Friederike von Papenburg, die direkt vor dem Rathaus ankert. Dazwischen liegt die Kuff Margaretha von Papenburg (ein Plattbodenschiff) und die Spitzmutte Anna von Papenburg (ein Torflastkahn). Wer dem Hauptkanal noch weiter zur Bockwindmühle folgt kann noch die Katharina von Papenburg bestaunen, welche hier ankert.

An den Infostelen findet man ausführliche Informationen zu den Schiffen, außerdem findet man inmitten des Kanals große Infotafeln, die über die Geschichte der Schifffahrt erzählen.

Besucherzentrum Meyer Werft 

Wie man also sieht sind Schiffe aus der Stadtgeschichte Papenburgs nicht wegzudenken und davon zeugt auch die Meyer Werft, die als eine der größten und modernsten Werften der Welt gilt und außerdem der größte Arbeitgeber für Region Papenburg und noch weit darüber hinaus ist.

Das ganze Emsland fiebert mit wenn einmal wieder ein neuer Ozeanriese die Werft verlässt und in Millimeterarbeit die Ems Richtung Nordsee hinauf wandert. Das kommt natürlich nicht allzu oft vor, denn die Planungs- und Bauzeit für ein Kreuzfahrtschiff dauert dann doch gut 3 Jahre.

Im Besucherzentrum der Meyer Werft bekommt man jede Menge Informationen über die Geschichte der Werft, die seit 1795 in Besitz der Familie Meyer ist. Was mit dem Bau eines kleinen Holzseglers begann fand seinen vorläufigen Höhepunkt 2018, als das weltweit erste Kreuzfahrtschiff mit emissionsarmen Flüssigerdgasantrieb vom Stapel gelassen wurde.

Zahlreiche informative Filme und Schiffsmodelle zeugen von der Erfolgsgeschichte der Werft. Der Höhepunkt eines jeden Besuches ist aber ein Blick in die Produktionshalle, die aufgrund ihrer Größe schier überwältigend ist. Hier kann sogar an zwei Schiffen gleichzeitig gearbeitet werden, während häufig ein Teil eines Schiffes schon schwimmend vor dem Trockendock liegt.

Und wenn noch Zeit bleibt…

Wir haben uns vorgenommen Papenburg auf jeden Fall noch einmal zu besuchen und mehr Zeit zu reservieren, denn es gibt noch so viel mehr was die schöne Stadt an der Ems zu bieten hat:

Gut Altenkamp

Das schöne Herrenhaus Gut Altenkamp im holländisch-norddeutschen Barockstil mit seinem imposanten Lustgarten beherbergt heute interessante Kunstausstellungen und ist generell sehenswert mit seinen historischen Wandmalereien und Deckenfresken.

Zeitspeicher Papenburg

In den interaktiven Erlebniswelten des Zeitspeichers Papenburg wird die Geschichte der Stadt lebendig erzählt. Dabei geht es um die Entwicklung der Stadt als bedeutendes Torfabbaugebiet hin zum Global Player in der Schiffsbauindustrie. Selten wurde Stadtgeschichte so spannend dargeboten.

Freilichtmuseum Von-Velen-Anlage

Wen das Leben im Moor näher interessiert, der kann die Zeitreise fortsetzen im Freilichtmuseum in der Von-Velen-Anlage. Hier kann man nachempfinden, wie die Menschen zu Zeiten des Torfabbaus lebten und arbeiteten.  

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