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Wallfahrt nach Altötting

Sucht man nach dem religiösen Zentrum Bayerns und Deutschlands, kann einem eigentlich nur die oberbayerische Stadt Altötting in den Sinn kommen. Die Stadt ist ein bekannter Wallfahrtsort, die jährlich von mehr als einer Millionen Gläubigen besucht wird. Ihr Ziel ist vor allem die Schwarze Muttergottes (auch Schwarze Madonna) in der Gnadenkapelle. Aber auch sonst hat sich der Ort ganz in den Dienst des Herrn gestellt und bildet den Ausgangspunkt verschiedener Pilgerwege, die u. a. auf die Spuren von Papst Benedikt XVI. führen.

Kapellplatz mit Gnadenkapelle

Altötting selbst liegt in den bayerischen Voralpen unweit des bekannten Chiemsees. Herzstück des Ortes ist der Kapellplatz, an dem sich auch die Gnadenkapelle befindet, die um knapp 700 n. Christus errichtet wurde. Die Gnadenkapelle birgt nicht nur das Gnadenbild der „Schwarzen Muttergottes“, sondern auch die Herzen der bayerischen Könige, Herzöge und Kurfürsten in verzierten Urnen und den Blutweihebrief, in dem Kurfürst Maximilian I. Weiheformeln mit seinem eigenen Blut unterzeichnet hat.

Kappellenrundgang mit Votivbildern

Der Kapellplatz und seine Bauwerke lassen sich entweder in Eigenregie oder auf verschiedenen Stadtführungen erkunden. Weitere Höhepunkte sind beispielsweise das Goldschmiedekunstwerk Goldenes Rössel, das Wallfahrtsmuseum Haus Papst Benedikt XVI. – Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum, die Dioramenschau des Altöttinger Marienwerkes, das Bruder-Konrad-Museum, eine mechanische Krippe, die Stiftspfarrkirche, die St.-Magdalena-Kirche, die Stiftspropstei, die Basilika St. Anna, das Kapuzinerkloster Altötting, das Kloster St. Joseph, die Stiftsdekanei und das Weihrauchmuseum. Dazu kommen zahlreiche Denkmäler und der Marienbrunnen. Alle Sehenswürdigkeiten liegen um oder unweit des Kapellplatzes.

Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob

Für gläubige Wanderer besonders interessant sind die Pilgerwege, die ihren Ursprung in Altötting haben oder durch den Ort führen. Dazu gehören der Jakobsweg Böhmen–Bayern–Tirol, der im tschechischen Krumau an der Moldau beginnt und über Passau und Altötting bis nach Kufstein führt. Der St. Rupert-Pilgerweg hingegen beginnt in Altötting. Hier wandert man auf den Spuren des heiligen Missionsbischofs bis nach Salzburg oder Bischofshofen. Auch der in Regensburg startende Wolfgangweg führt durch Altötting und endet im Salzkammergut.

2005 wurde zusätzlich der 248km Benediktweg eröffnet, der an der Papstlinde in Altötting startet und für Wanderer und Radfahrer gleichermaßen geeignet ist. Der Benediktweg ist ein Rundweg und führt an Stätten der Kindheit und der Jugend von Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) vorbei. Zusätzlich werden weitere Orte mit spezieller kirchlicher Bedeutung besucht. Der Weg führt u. a. durch Marktl, Tittmoning, Traunstein, Chieming, das Kloster Au am Inn und Wasserburg am Inn und anschließend zurück nach Altötting.

Marienbrunnen in Altötting

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